Auf dem Weg mit der Bibel
Menschen statt idealisierte Heilige zeigt die Wanderausstellung „mensch bibel“ der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Bistum Limburg. Auf 18 Tafeln werden Geschichten von Frauen und Männern erzählt, deren Themen bis heute aktuell sind – von Freude und Leid, Hoffnung und Enttäuschung, Vertrauen und Zweifel. Es geht um Beziehungen zu Anderen und persönliche Krisen im Leben Einzelner.
„Die Bibel ist vor allem und zuerst ein Lebensbuch“, erklärte Professor Wilhelm Metz, Leiter des Dezernates Bildung und Kultur im Bischöflichen Ordinariat, bei der Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 14 Februar, in der Limburger Michaelskapelle. „Ein einzigartiges und faszinierendes Buch, ein Buch, das Beziehungen stiftet und Menschen in Bewegung setzt“, so Metz. Die Bibel liefere bis heute gültige Antworten auf die Grundfragen menschlichen Seins: Woher komme ich? Wozu lebe ich? Wohin gehe ich? „In der Bibel begegnet uns Gott. Menschen erzählen, was er für ihr Leben bedeutete und was er noch heute bedeuten kann. Die in diesem Sinn „heilige Schrift“ lässt kaum jemand kalt“, sagte Metz.
Entwickelt wurde „mensch bibel“ im Bistum Trier. Die KEB im Bistum Limburg hat ein Exemplar dieser Ausstellung erworben und möchte sie nun an möglichst vielen Orten in der Diözese zeigen. Dabei präsentiert das Diözesanbildungswerk die Tafeln nicht selbst, sondern bietet sie den Bildungsbeauftragten der Gemeinden und verschiedenen Institutionen an. „Wir möchten mit dieser Ausstellung Pfarrgemeinden, Gruppen, Verbände und auch Schulen einladen, sich mit der Bibel und ihren Figuren zu beschäftigen“, fasste der Leiter der KEB im Bistum Limburg, Johannes Oberbandscheid, das Ziel der Wanderausstellung zusammen. Der Leiter der Erwachsenenbildung setzt dabei auf eine „praktische und lebensnahe Auseinandersetzung mit ausgewählten Gestalten der Bibel – mit ihren Ängsten und Hoffnungen, mit ihren Fragen nach der Herkunft von Unrecht, Leid oder Tod und den eigenen Grenzen“, so Oberbandscheid. Die Tafeln können bei der KEB kostenlos ausgeliehen werden. Einzige Bedingung: Die Ausstellung lagert im Haus am Dom in Frankfurt. Von dort müssen die Entleiher die Tafeln abholen und anschließend wieder zurückbringen.
„Machen Sie sich auf den Weg mit der Bibel“, lud Professor Wilhelm Metz bei der Ausstellungseröffnung ein, „und merken Sie, spüren Sie, erleben Sie, wie Gott Sie durch diese Worte anspricht. Sie ganz persönlich.“
Weitere Informationen gibt es bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg im Internet (www.keb.bistumlimburg.de) sowie per Telefon (069/ 800 87 18 450) und E-Mail (keb.dioezesanbildungswerk@bistumlimburg.de).