Publikum begab sich auf spannende Reise durch den mittelalterlichen Westerwald

Christof Wolf las aus seinem Roman CIVITAS
Donnerstag, 22.12.2011

Was kann es Spannenderes geben, als sich an einem Winterabend bei Kerzenschein, Gebäck und Wein auf eine kleine literarische Zeitreise durch den heimatlichen Westerwald zu begeben. Dies dachten sich wohl auch nahezu 60 Zuhörerinnen und Zuhörer, als sie sich auf den Weg ins evangelische Gemeindehaus begaben, um dort an der Lesung von Christof Wolf teilzunehmen. Dieser stellte seinen ersten historischen Roman „Civitas a.d. 1200 – Das Geheimnis der Rose“ vor. Für alle überraschend, las der Autor nicht nur aus seinem Buch vor, sondern schlüpfte in die Rolle eines seiner Protagonisten. Als Heinrich von Sayn, gewandet in Kreuzritterhabbit und Kettenhaube, erzählte er die Geschichte aus der Sicht seiner Hauptfigur. Mit Schwert und hölzernem Oktaeder, beides eng verwoben mit dem Geheimnis der Rose, führte er seine Gefährten über einen alten Pfad, der von Gemünden (Severus) und Seck (Seckaha) über Westerburg nach Langenhahn (Landenhain) und zur Mottenburg in Rotenhain (Razinhain) verlief. Am Schwindenen Berg (Stöffel) ging es vorbei und dann weiter bis zur ‚Steinernen Stube‘ nahe Hachenburg (Civitas). Doch wo sich diese sagenumwobene Stube genau befindet, wollte der Autor nicht preisgeben. Alle Anwesenden erkannten jedoch sehr schnell, dass es in ihrer westerwälder Heimat – weit ab von den großen Bühnen der Weltpolitik und -geschichte – viele spannende Dinge zu erzählen gab und ließen sich gerne ihre Bücher signieren.

Nach den Lesungen zur Sunrise-Trilogie, wurde auch diese Veranstaltung wieder bestens von dem kleinen Team um die ‚Gastgeberinnen‘ Uschi Simons, selbst in ein mittelalterliches Gewand gehüllt, und Berit Carstensen organisiert – und von der Bäckerei Wolf unterstützt. Der Spendenerlös dient der Renovierung der evangelischen Sankt Severus-Stiftskirche, die als Kloster Severus auch im Roman von Christof Wolf eine prominente Rolle einnimmt.

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