Ein Ort der Begegnung und des Dialogs
In den vergangenen 15 Monaten wurde das Karlsheim in Kirchähr im Westerwald generalsaniert. Das Bistum Limburg investierte im Gelbachtal insgesamt mehr als 4 Millionen Euro in die Jugendbegegnungsstätte. „Das Karlsheim Kirchähr ist ein wichtiger Ort für die Jugendarbeit im Bistum Limburg.
Für Generationen von Frauen und Männern hat das Haus mit seiner langen Tradition eine hohe Bedeutung für ihr geistliches Leben“, erklärt Dr. Beate Gilles, Leiterin des Dezernates Kinder, Jugend und Familie im Bistum Limburg. Die räumliche Nähe von Kirche, Tagungs- und Gästehaus biete optimale Bedingungen für die kirchliche Jugendseelsorge und Jugendarbeit. „Das Karlsheim ist ein Ort der Begegnung und des Dialogs in der Diözese“, sagt Beate Gilles. Orte, an denen junge Leute miteinander über Glaubens- und Lebensfragen ins Gespräch kommen, gewinnen ihrer Auffassung nach immer mehr an Bedeutung. Die Lebenswirklichkeit vieler Jugendlicher habe sich mit Blick auf die steigende schulische Belastung verändert. Diese veränderte Situation fordere auch die Jugendarbeit in den Kirchengemeinden heraus. Das Karlsheim werde daher immer mehr zu einem Sammelpunkt für die Jugend im Bistum. „Junge Leute können hier aus dem Alltag heraustreten und sich als Gruppe erfahren“, so Gilles.
Die Sanierung der Jugendbegegnungsstätte wurde vom Bistum Limburg lange geplant und die finanziellen Grundlagen für die umfangreichen Maßnahmen im Haushalt der Diözese zurückgestellt. Entstanden ist ein Tagungshaus, das den Anforderungen moderner Bildungs- und Jugendarbeit gewachsen ist: Alle Gästezimmer wurden renoviert und an Standards, die für Jugendherbergen gelten, angepasst. Zimmer für Kursleiter oder Lehrer wurden geschaffen und mit sanitären Anlagen ausgestattet. Die Gruppen- und Tagungsräume wurden modernisiert und bieten nun noch bessere Tagungs- und Begegnungsmöglichkeiten. „Wir sind sehr froh, dass sich nun auch größere Gruppen hier treffen und zusammenarbeiten können“, sagt Johannes Schmitt, Leiter der Jugendbegegnungsstätte. Im größten Raum des Hauses können nun bis zu 100 Personen Platz finden. Um diesen Raum zu schaffen, wurde der alte Speisesaal erweitert. Durch den Einbau eines Aufzugs ist das Haus nun in großen Teilbereichen barrierefrei. Komplett neu gestaltet wurde auch der Küchenbereich, sodass die Versorgung der Gäste leichter gewährleistet werden kann. „In der alten Küche mussten Stufen überwunden werden“, erklärt Architekt Konstantin Hartenstein. Er und sein Büro haben das Projekt im Auftrag der Diözese realisiert.
Die neue Küche befindet sich in einem neugeschaffenen Anbau und erleichtert den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Hauswirtschaft die Arbeit. Dem Bistum war es bei der Realisierung des Projekts wichtig, dass nachhaltig gebaut wurde. Dies spiegelt sich bei der Auswahl der Materialien, bei der Wärmedämmung und bei der Heizungsanlage wider. Zudem wurde eine neue Brandmeldeanlage installiert. „Bei allen Veränderungen und Modernisierungen ist das Ziel, den typischen Charakter des Karlsheims zu erhalten, erreicht worden“, so Hartenstein.
Bereits seit Mitte September nimmt die Jugendbegegnungsstätte wieder Gäste auf. Auch wenn noch nicht alle Arbeiten beendet sind, kommt die Neugestaltung bei den Gästen gut an: „Viele Gesichter sagen uns: Toll was ihr hier gemacht habt“, freut sich Johannes Schmitt. Für ihn ist es wichtig, dass sich die Gruppen auch künftig im Haus wohlfühlen. Dazu seien nun die besten Voraussetzungen geschaffen.
Weitere Informationen im Internet unter www.tagungshaeuser.org.