Aktion „Pflege on Tour“
Vor kurzem fand die Aktion „Pflege on Tour“ der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. in der Theodor-Heuss-Realschule Plus in Wirges statt. Das AZURIT Seniorenzentrum Montabaur war bei dieser Veranstaltung mit einem eigenen Stand vertreten und präsentierte sich den interessierten Schülerinnen und Schülern als Ausbildungsbetrieb für Pflegeberufe. Tatjana Born-Rüßler, Hausleiterin im AZURIT Seniorenzentrum Montabaur, und ihre stellvertretende Pflegedienstleiterin Sabrina Schönberger beantworteten zahlreiche Fragen zur praktischen Ausbildung in der Altenpflege. Anhand von Übungen veranschaulichten sie das Messen des Blutdruckes und des Blutzuckers. In den Gesprächen mit den Jugendlichen kam zum Teil deutlich zum Ausdruck, dass sich manche mit einer Ausbildung in einem Pflegeberuf bereits näher befasst haben und hier eine sichere Zukunftsperspektive sehen.
Pflege gehen die Profis aus
Bereits heute gibt es einen erheblichen Fachkräftebedarf in der Pflegebranche. Dem Ergebnis eines Branchenmonitorings zufolge, welches das Sozialministerium Rheinland-Pfalz beim Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) an der Universität Frankfurt am Main in Auftrag gegeben hatte, fehlen derzeit in der Altenpflege in Rheinland-Pfalz etwa 960 Fachkräfte. Für die Zukunft prognostiziert das Institut in seinem Gutachten einen weiterhin steigenden Bedarf auf Grund des demografischen Wandels, dessen Auswirkungen für die Pflege- und Gesundheitsbranche drastisch spürbar und zu tiefgreifenden Veränderungen führen wird. Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und die Verbände der privaten Anbieter wollen dem drohenden Notstand an Pflegefachkräften entgegenwirken und haben unter dem Motto „Der Pflege gehen die Profis aus – gute Pflege braucht Experten“ im Oktober diesen Jahres die landesweite Kampagne „Pflege on Tour“ ins Leben gerufen.
Mit dieser Aktion sollen Jugendliche vor allem der Abschlussjahrgänge in den Schulen vor Ort über Berufsperspektiven, Chancen und Herausforderungen der Pflegeberufe informiert werden. Bis zum Jahresende werden die betroffenen Berufe in 24 rheinland-pfälzischen Schulen vorgestellt.

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